Büro einrichten

Das erste Büro einrichten: Worauf müssen junge Unternehmen achten?

Ein jeder Unternehmer wünscht es sich: Das eigene Office soll stylisch und professionell anmuten und möglichst jedem Besucher positiv im Gedächtnis bleiben. Doch ist das Büro einrichten gerade für Gründer häufig eine große Herausforderung, denn zeitgleich sind viele weitere Aufgaben der Existenzgründung zu bewältigen.

Diese Ratgeber-Checkliste hilft Gründern und Unternehmer, ihre vier Business-Wände schön, ergonomisch und produktiv einzurichten.

Ein optimal eingerichtetes Büro bringt viele Vorteile.

Angestellte, Freelancer und Gründer verbringen den Großteil des Tages im Büro und am Schreitisch. Beim Einrichten dieser Räumlichkeit und bei der Ausstattung sowie Gestaltung ist deshalb auf besondere Aspekte zu achten, welche zum einen die Gesundheit und zum anderen die Motivation sowie Konzentration unterstützen.

12 Büro Einrichtungstipps & -ideen

Die besten Einrichtungstipps und Einrichtungsideen fürs eigene Office zusammengetragen.

1. Raumfläche optimal ausnutzen

Die Bürofläche, welche zur Verfügung steht, sollte möglichst optimal ausgenutzt werden. Erst nach dem genauen ausmessen wird ersichtlich, wie viele Arbeitsplätze die Räumlichkeit ermöglicht. Zur bestmöglichen Raumausnutzung gehört bei der Büroeinrichtung also ebenso die Auswahl der richtigen Möbel und Einrichtungsgegenstände – die Formen und Abmessungen von Schreibtischen, Schränken und Regalen variiert stark. So können mitunter auch ungünstig geschnittene Zimmer eine Vielzahl an Mitarbeiter beherbergen.

2. Die Außendarstellung nicht aus dem Blick verlieren

Das eigene Office ist Teil des Unternehmensbildes in der Außendarstellung – also Bestandteil der Corporate Identity. In allen Bereichen der Büroeinrichtung können Aspekte zum Ausdruck gebracht werden: Ideen, Ziele, Vorstellungen oder auch Tradition und Philosophie des Unternehmens. Dabei sollte die Gestaltung stets dem Corporate Design folgen und möglichst einheitlich sein. Selbstverständlich muss die Einrichtung strukturiert und ordentlich sein.

3. Eine positive Atmosphäre ist wichtig

Es gilt als wissenschaftlich erwiesen, dass die Wandgestaltung einen wesentlichen Einfluss auf die Stimmung und das Wohlbefinden jedes Einzelnen hat. Wer dies beachtet, kann in seinem Büro eine Atmosphäre der Ruhe oder Konzentration, aber auch der positiven Stimmung und Energie schaffen. Grundsätzlich sind ruhige und helle Farben zu empfehlen. Wer nicht das komplette Zimmer bunt gestalten möchte, der setzt auf einzelne Akzente an den Wänden.

4. Farben schaffen Räume

Ist der Raum, der als Büro genutzt wird, klein, macht es Sinn, eine einzige Wand bunt zu streichen. Das sorgt optisch für Größe. Bei einer niedrigen Decke oder einem Zimmer im Dachgeschoss sind helle Farben angebracht. Mit unterschiedlichen Farben können Emotionen und Stimmungen geschaffen werden. Für kreative Berufe eignen sich Gelbtöne gut, auch Orange setzt auf Optimismus und gute Laune. Blau unterstütz die Phantasie und wirkt entspannend, während Rot für viel Energie und Vitalität sorgt. Wer auf Konzentration in seinem Büro setzt, der sollte mindestens eine Wand in einem Violettton streichen.

5. Räumliche Gestaltung setzt Prioritäten

Abhängig von der Größe des Raumes, der als Büro genutzt wird, gilt es, die optimale Position für den Schreibtisch und den Stauraum zu sorgen. Grundsätzlich ist dabei wichtig, dass der Arbeitsplatz gut ausgeleuchtet ist. Das unterstützt die Konzentration und vermeidet eine rasche Ermüdung. Natürliches Sonnenlicht ist optimal geeignet, wobei beim Aufstellen des Schreibtisches zu beachten ist, dass die Sonneneinstrahlung nicht am Bildschirm blendet. Am besten wird der Schreibtisch parallel zum Fenster platziert. Ist das nicht möglich, macht es Sinn, den Arbeitsplatz dort zu wählen, wo der Betreffende die Sonne im Rücken hat.

6. Die Elektronik bedenken

Alle elektrischen Geräte benötigen einen Stromanschluss in der Nähe – auch, um unnötigen Kabelsalat zu vermeiden. Darüber hinaus soll das Büro sicher sein und keine Stolperfallen beinhalten. Häufig verwendete Geräte wie Drucker sollten für alle Angestellten gut erreichbar sein. Router, Switches und Co finden am besten an der Wand ihre Heimat – wo sie ihren aufgeräumten, festen Platz besitzen.

7. Der Schreibtisch als Zentrum des Büros

Geht es um die Möblierung des Arbeitsplatzes, so gilt der Schreibtisch als wichtigstes Element. Neben einer praktischen Ausstattung mit Stauraum in Form von Schubladen oder Fächern, geht es um ein komfortables Arbeiten. Deshalb sind Tische zu empfehlen, die sich der Größe des Nutzers anpassen lassen. Neuesten Trends entsprechend sind auch Modelle angesagt, die sowohl ein Arbeiten im Sitzen als auch im Stehen ermöglichen. Damit wird das ungesunde zu lange Sitzen bei der täglichen Arbeit umgangen, da jederzeit die Möglichkeit besteht, kurz aufzustehen und weiter zu arbeiten. Sehr zu empfehlen sind auch Schreibtische, die eine erhöhte Fläche für den Monitor bieten. So können Rücken- oder Nackenschmerzen gut vermieden werden, da der Blick auf den Bildschirm nicht nach unten sondern gerade nach vorne gerichtet wird.

8. Beim Bürostuhl einige Aspekte beachten

Um gut und gesund zu arbeiten, kommt es auch auf einen optimalen Schreibtischsessel an. Dieser sollte so konstruiert sein, dass sich sowohl die Rückenlehne als auch die Sitzfläche individuell auf den Nutzer einstellen lassen. Um die Unterarme beim Tippen oder Schreiben zu entlasten, ist auch ein Modell mit Armlehnen gut geeignet. Wer sich bei seinem Schreibtischstuhl etwas ganz besonders Gutes tun möchte, der verwendet eine Lordosenstütze. Diese wird in der Rückenlehne eingebaut und hat positive Effekte auf die Wirbelsäule.

9. Eine gute Beleuchtung vermeidet rasches Ermüden

Wissenschaftliche Studien belegen immer wieder, dass eine umfassende Beleuchtung am Arbeitsplatz ein wesentlicher Faktor ist, damit Personen motiviert und effizient arbeiten. Wer auf ein Licht mit Blauanteil setzt, der ist gerade morgens besonders effektiv. Auch für die spätere Büroarbeitszeit gilt für diese Beleuchtungsform, da sie weniger rasch ermüdet. Grundsätzlich ist es wichtig, dass der Arbeitsplatz viel natürliches Tageslicht hat. Muss zusätzliches Licht durch eine Lampe geschaffen werden, sollte auf ein Modell an der Decke zurückgegriffen werden. Eine Lampe, die in verschiedenen Helligkeitsstufen einstellbar ist, sollte ihren Platz unmittelbar auf dem Schreibtisch finden.

10. Persönliche Atmosphäre schafft gute Stimmung

Es gilt als erwiesen, dass Personen, die sich gut und wohl fühlen, produktiver und motivierter ihrer Arbeit nachgehen. Das kann mit einer kreativen Gestaltung des Arbeitsplatzes geschaffen werden. Auch wenn viele persönliche Fotos oder Glücksbringer auf dem Schreibtisch belächeln, haben Wissenschaftler bewiesen, dass dies die Produktivität der Angestellten deutlich hebt. Das Lieblingsfoto der Kinder oder kleine Basteleien und Souvenirs aus dem letzten Urlaub sind eine willkommene Ablenkung zwischendurch, die positive Gedanken aufkommen lassen und gute Stimmung verbreiten.

11. Grünpflanzen sorgen für gute Luft und gute Laune

Wer die Möglichkeit hat, sollte Grünpflanzen beim Büro einrichten aufstellen. Diese sorgen nicht nur für ein angenehmes Raumklima, sondern auch für eine positive Atmosphäre. Wichtig ist dabei, dass nicht Pflanzen gewählt werden, die eine aufwändige Pflege benötigen. Denn das bedeutet zusätzlichen Aufwand, der belasten kann.

12. Externe Besucher nicht vergessen

Natürlich sollen sich in erster Linie die Mitarbeiter während ihrer Arbeitszeit wohlfühlen. Jedoch dürfen auch externe Besucher nicht vergessen werden! Kunden, Geschäftspartner, Bewerber, der Steuerberater oder Investoren sollten bei der Büroeinrichtung mitbedacht werden – so gilt es Besucherstühle bereitzustellen und gegebenenfalls einen Empfangsbereich einzurichten.