Kurz beantwortet
Liquiditätsplanung stellt dem Kontostand alle erwarteten Ein- und Auszahlungen der nächsten Wochen und Monate gegenüber und zeigt so früh, ob das Geld reicht. Im laufenden Betrieb wird sie rollierend geführt: die nächsten 13 Wochen genau, die nächsten 12 Monate grob, und jeden Monat mit den tatsächlichen Zahlen verglichen.
Was ist Liquiditätsplanung?
Liquiditätsplanung heißt, die künftige Zahlungsfähigkeit vorauszurechnen: Kontostand heute plus erwartete Einzahlungen minus erwartete Auszahlungen ergibt den Kontostand am Ende jeder Woche oder jedes Monats. Das Ergebnis ist der Liquiditätsplan, auch Liquiditätsvorschau genannt. Gezählt wird der Tag, an dem das Geld fließt, nicht das Datum der Rechnung. Was Liquidität als Begriff bedeutet und wie man sie mit Kennzahlen aus der Bilanz misst, steht im Lexikon.
| Liquiditätsplanung im Betrieb | Liquiditätsplan im Finanzplan | Liquiditätsgrade | |
|---|---|---|---|
| Wann | laufend, nach dem Start | einmal, vor der Gründung oder Investition | zum Bilanzstichtag |
| Zeitraum | 13 Wochen und 12 Monate, rollierend | erstes Jahr monatlich, dann Jahre | ein Tag |
| Grundlage | Kontostand, offene Rechnungen, feste Termine | Annahmen zu Umsatz und Kosten | Bilanz |
| Frage | Reicht das Geld in Woche 7? | Trägt sich das Vorhaben? | Wie gut sind die kurzfristigen Schulden gedeckt? |
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Wozu ein Liquiditätsplan im laufenden Betrieb?
Auch Betriebe mit vollen Auftragsbüchern geraten in Zahlungsnot, wenn Geld zu spät kommt: Ein Großauftrag wird vorfinanziert, ein Kunde zahlt nicht, Steuervorauszahlung und Weihnachtsgeld fallen in dieselbe Woche. Ein Liquiditätsplan zeigt solche Lücken Wochen vorher, solange noch Zeit für Gegenmaßnahmen ist. Er ist außerdem die Unterlage, die eine Bank für eine Kreditlinie oder Stundung sehen will.
Eine bestimmte Form schreibt das Gesetz nicht vor. Geschäftsführer einer GmbH oder UG müssen aber fortlaufend überwachen, ob Entwicklungen den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, und dann gegensteuern (§ 1 StaRUG). Ob eine Zahlungsunfähigkeit droht, wird in der Regel für die nächsten 24 Monate beurteilt (§ 18 Abs. 2 InsO). Ohne Liquiditätsplanung lässt sich beides kaum belegen.
Liquiditätsplanung-Vorlage für Excel, kostenlos
Die Vorlage von arbeitdigital rechnet beide Ansichten aus denselben drei Listen. Jeder Betrag wird einmal mit Datum oder Rhythmus eingetragen und landet automatisch in der richtigen Woche und im richtigen Monat; beim wöchentlichen Weiterrollen verrutscht deshalb nichts.
- Offene Posten: Kunden- und Lieferantenrechnungen mit Fälligkeit; Überfälliges zählt in der ersten Woche, Bezahltes wird mit „x“ abgehakt.
- Zahlungen: alles Regelmäßige mit Betrag, Rhythmus und erstem Zahltag, von wöchentlich bis jährlich, auch „zum Monatsletzten“ und „am drittletzten Bankarbeitstag“ für die Sozialversicherung; die Termine verteilt die Vorlage selbst.
- Einzelzahlungen: Einmaliges mit Datum, etwa erwartete Zahlungen aus neuen Aufträgen, Anschaffungen oder Steuernachzahlungen.
- 13 Wochen und 12 Monate: rechnen sich selbst; Kontostand am Ende, geschätzte Zinsen der Kreditlinie, Spielraum und Status je Woche bzw. Monat (ok, unter Puffer, Kredit, Engpass), mit Diagramm, Zusammenfassung und einer Kontrolle, die unvollständige Zeilen meldet.
- Soll-Ist: feste Monate, Plan zum Übernehmen, Ist vom Kontoauszug, Abweichungen über 10 % markiert.
- Engpass: zwölf Maßnahmen zum Abhaken, mit Fundstellen.
- Härtetest: Kunden zahlen später oder weniger, je mit einer Eingabe.
Download
Liquiditätsplan-Vorlage für Excel
Die Datei mit Beispiel enthält die Maler-GmbH von dieser Seite, die leere Datei nur die Struktur; die Formeln sind gegen versehentliches Überschreiben geschützt. Beide laufen auch in LibreOffice Calc.
Für den eigenen Liquiditätsplan frei nutzbar, auch ohne Quellenangabe. Wer die Vorlage weitergibt oder veröffentlicht, nennt https://arbeitdigital.de/fuehren/finanzen/liquiditaetsplanung/ als Quelle.
Für die Planung vor einer Gründung gibt es die Finanzplan-Vorlage.
13 Wochen oder 12 Monate: welcher Zeitraum?
Ein Monatsplan glättet: Was am Monatsende wieder hereinkommt, verschwindet in der Summe, auch wenn das Konto Mitte des Monats im Minus war. Deshalb planen viele Betriebe zweistufig.
| Ansicht | Wofür | Wie genau |
|---|---|---|
| 13 Wochen (ein Quartal), rollierend | Engpässe erkennen, Lohn- und Steuertermine, große Zahlungseingänge | jede Rechnung und jeder Termin einzeln; jede Woche eine Woche weiterschieben |
| 12 Monate | Saison, Investitionen, Kreditbedarf, Gespräch mit der Bank | Schätzungen je Monat; monatlich mit dem Ist vergleichen |
| Täglich | nur in einer akuten Krise | Kontostand und Zahlungen Tag für Tag, mit Steuerbüro oder Berater |
Rollierend heißt: Ist eine Woche vorbei, fällt sie vorne weg, und hinten kommt eine neue dazu. So schaut der Plan immer gleich weit nach vorn. Bezahlte Rechnungen werden abgehakt, der Kontostand wird aus dem Kontoauszug neu eingetragen. Damit beim Weiterschieben nichts in die falsche Woche rutscht, sollte jeder Betrag ein Datum haben statt nur einer Spalte.
Liquiditätsplan erstellen in sechs Schritten
- Kontostand feststellen: alle Geschäftskonten und die Kasse am Stichtag, dazu die zugesagte Kreditlinie.
- Offene Rechnungen erfassen: Kundenrechnungen mit dem Tag, an dem das Geld realistisch kommt, und Lieferantenrechnungen mit Fälligkeit. Wer erfahrungsgemäß spät zahlt, wird später eingeplant.
- Feste Termine eintragen: Löhne, Sozialversicherung, Lohnsteuer, Miete, Leasing, Kreditraten, Versicherungen, Umsatzsteuer und Steuervorauszahlungen (siehe Termine).
- Neue Umsätze schätzen: was aus laufenden und sicheren Aufträgen wann eingeht, nach Zahlungsziel. Lieber vorsichtig als hoffnungsvoll.
- Ergebnis prüfen: Kontostand am Ende jeder Woche gegen einen Mindestpuffer halten, zum Beispiel Löhne, Abgaben und Miete eines Monats. Wo er unterschritten wird, gegensteuern (siehe Engpass).
- Vergleichen und weiterschieben: monatlich Plan und Ist vergleichen, Abweichungen klären, wöchentlich die 13 Wochen rollieren.
Aufbau eines Liquiditätsplans
| Zeile | Inhalt |
|---|---|
| Kontostand am Anfang | Kontostand am Ende der Vorwoche bzw. des Vormonats; in der ersten Spalte laut Kontoauszug |
| + Einzahlungen | Kundenzahlungen aus offenen Rechnungen und neuen Aufträgen, regelmäßige Einnahmen, Kredit, Einlage, Steuererstattung |
| − Auszahlungen | Lieferanten, Löhne, Sozialversicherung und Lohnsteuer, Miete, Fahrzeuge, Versicherungen, Raten, Umsatzsteuer, Steuervorauszahlungen, Privatentnahmen |
| = Überschuss oder Fehlbetrag | Einzahlungen minus Auszahlungen der Woche bzw. des Monats |
| = Kontostand am Ende | Anfang plus Überschuss; negativ heißt: Kreditlinie wird genutzt |
| Spielraum | Kontostand am Ende plus freie Kreditlinie; unter null ist ein Engpass |
Geplant wird brutto, also mit Umsatzsteuer, denn so fließt das Geld. Die Umsatzsteuer, die an das Finanzamt geht, steht als eigene Auszahlung im Plan. Investitionen erscheinen mit dem vollen Kaufpreis im Monat der Zahlung, Abschreibungen gar nicht, denn sie kosten kein Geld. Darin unterscheidet sich der Liquiditätsplan von der Gewinn- und Verlustrechnung.
Zahlungstermine, die oft vergessen werden
| Zahlung | Termin | Fundstelle |
|---|---|---|
| Sozialversicherungsbeiträge | drittletzter Bankarbeitstag des laufenden Monats, in voraussichtlicher Höhe | § 23 Abs. 1 SGB IV |
| Lohnsteuer | 10. Tag nach Ablauf des Anmeldungszeitraums (Monat, Quartal oder Jahr, je nach Höhe) | § 41a Abs. 1 und 2 EStG |
| Umsatzsteuer-Vorauszahlung | 10. Tag nach Ablauf des Voranmeldungszeitraums (Monat oder Quartal) | § 18 Abs. 1 und 2 UStG |
| … mit Dauerfristverlängerung | einen Monat später; bei monatlicher Abgabe zusätzlich jedes Jahr bis zum 10. Februar eine Sondervorauszahlung von einem Elftel der Vorauszahlungen des Vorjahres, die mit der Dezember-Voranmeldung verrechnet wird | §§ 46 bis 48 UStDV |
| Einkommen- und Körperschaftsteuer-Vorauszahlung | 10. März, 10. Juni, 10. September, 10. Dezember | § 37 Abs. 1 EStG, § 31 KStG |
| Gewerbesteuer-Vorauszahlung | 15. Februar, 15. Mai, 15. August, 15. November | § 19 Abs. 1 GewStG |
| Grundsteuer | 15. Februar, 15. Mai, 15. August, 15. November | § 28 Abs. 1 GrStG |
| Steuernachzahlung nach Bescheid | innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe | § 36 Abs. 4 EStG |
| Jahreszahlungen | Versicherungen, Beitrag der Berufsgenossenschaft, Kammerbeitrag, Jahreslizenzen laut Vertrag bzw. Bescheid | – |
| Sonderzahlungen | Weihnachts- und Urlaubsgeld laut Arbeits- oder Tarifvertrag | – |
Gründerinnen und Gründer geben die Umsatzsteuer-Voranmeldung im Jahr der Gründung und im Folgejahr grundsätzlich monatlich ab; für 2021 bis 2026 gilt eine Ausnahme, nach der die voraussichtliche Steuer des Gründungsjahres über den Zeitraum entscheidet (§ 18 Abs. 2 UStG). Wer die Kleinunternehmerregelung nutzt, zahlt keine Umsatzsteuer und plant sie nicht ein.
Eine Falle bei großen Rechnungen: Die Umsatzsteuer entsteht in der Regel mit Ablauf des Voranmeldungszeitraums, in dem die Leistung ausgeführt wurde (Sollversteuerung, § 13 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a UStG), und wird mit dieser Voranmeldung fällig, auch wenn der Kunde erst Wochen später zahlt. Nach vereinnahmten Entgelten (Istversteuerung) darf nur rechnen, wem das Finanzamt es auf Antrag erlaubt, etwa bis zur Umsatzgrenze in § 20 UStG oder als Freiberufler.
Beispiel: 13-Wochen-Plan einer Maler-GmbH
Ausgedachtes Beispiel, gerechnet mit der Vorlage (Planungsbeginn Montag, 2. November 2026): Eine Maler-GmbH mit acht Beschäftigten hat 30.000 Euro auf dem Konto und eine Kreditlinie über 20.000 Euro; als Puffer will sie 15.000 Euro halten. Sie hat Ende Oktober für eine Hausverwaltung eine Fassade für 71.400 Euro brutto fertiggestellt und abgerechnet, mit acht Wochen Zahlungsziel. Das Material dafür, 14.280 Euro, ist in der ersten Woche fällig, die Umsatzsteuer auf die Rechnung, 11.400 Euro, mit der Voranmeldung für Oktober am 10. November. Weil das Team bis zuletzt auf dem Gerüst stand, kommen bis Mitte Dezember nur kleine neue Aufträge herein, und Ende November wird das Weihnachtsgeld fällig.
| Woche | Einzahlungen | Auszahlungen | Kontostand am Ende | Status |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 4.760 € | 18.960 € | 15.800 € | ok |
| 2 | 21.420 € | 26.480 € | 10.740 € | unter Puffer |
| 3 | 12.330 € | 12.720 € | 10.350 € | unter Puffer |
| 4 | 15.520 € | 15.050 € | 10.820 € | unter Puffer |
| 5 | 6.000 € | 31.980 € | −15.160 € | Kredit |
| 6 | 6.000 € | 14.082 € | −23.242 € | Engpass |
| 7 | 6.000 € | 4.099 € | −21.341 € | Engpass |
| 8 | 86.920 € | 2.295 € | 63.284 € | ok |
| 9 bis 13 | 67.020 € | 95.840 € | 34.464 € | ok |
Drei Wochen lang ist das Konto im Minus, am tiefsten mit rund 23.200 Euro in Woche 6. Damit reicht in den Wochen 6 und 7 auch die Kreditlinie von 20.000 Euro nicht mehr: ein Engpass, obwohl das Geld für die Fassade in Woche 8 sicher kommt. Im Monatsplan fällt das kaum auf: Er zeigt Ende November rund −16.500 Euro, also innerhalb der Kreditlinie, und Ende Dezember rund 42.700 Euro auf dem Konto. Hätte die GmbH mit der Hausverwaltung eine Abschlagsrechnung über 30.000 Euro in Woche 4 vereinbart, bliebe das Konto in allen 13 Wochen im Plus, am tiefsten mit 6.790 Euro.
Liquiditätsengpass: erkennen und gegensteuern
Ein Liquiditätsengpass ist eine absehbare Lücke, in der das Geld samt Kreditlinie nicht für die fälligen Zahlungen reicht. Je früher er im Plan auftaucht, desto mehr Maßnahmen stehen offen:
- Geld schneller hereinholen: Rechnungen am Tag der Abnahme schreiben, offene Rechnungen kurz nach Fälligkeit anmahnen, bei größeren Aufträgen Abschläge vereinbaren; bei Werkverträgen kann der Unternehmer Abschläge für erbrachte Leistungen verlangen (§ 632a BGB).
- Zahlungen verschieben: Lieferanten vor der Fälligkeit um ein längeres Zahlungsziel bitten, Investitionen verschieben oder leasen, weniger auf Vorrat kaufen.
- Steuern anpassen: Ist der Gewinn gesunken, beim Finanzamt die Herabsetzung der Vorauszahlungen beantragen (§ 37 Abs. 3 EStG, für die Gewerbesteuer § 19 Abs. 3 GewStG); bei erheblicher Härte kann das Finanzamt Steuern stunden, in der Regel auf Antrag und gegen Zinsen (§ 222 AO).
- Finanzierung klären: die Kreditlinie mit dem Plan in der Hand besprechen, bevor das Konto im Minus ist; bei vielen gewerblichen Kunden kommt Factoring in Frage.
- Entnahmen senken: Privatentnahmen oder Ausschüttungen zurückstellen.
- Beratung holen: Steuerbüro zuerst; zeichnet sich eine Zahlungsunfähigkeit ab, sofort Fachanwalt für Insolvenzrecht. Für eine GmbH gelten dann Antragspflichten, und die Geschäftsführung darf grundsätzlich keine Zahlungen mehr leisten (§ 15b InsO). Eine Unternehmensberatung wird unter Umständen gefördert, siehe BAFA-Beratungsförderung.
Wie groß die Liquiditätsreserve sein sollte, hängt vom Betrieb ab. Eine einfache Untergrenze sind die festen Zahlungen eines Monats: Löhne, Abgaben, Miete und Raten. Wer saisonal arbeitet oder wenige große Kunden hat, braucht mehr.
Excel oder Software?
Für einen kleinen Betrieb reicht eine Tabelle wie die Vorlage oben, wenn sie jede Woche gepflegt wird. Viele Buchhaltungsprogramme und manche Geschäftskonten bieten eine Liquiditätsvorschau, die offene Rechnungen und Kontostände automatisch übernimmt; das spart das Abtippen, ersetzt aber nicht die Schätzung neuer Umsätze. Ob die eigene Buchhaltungssoftware das kann, weiß das Steuerbüro oder der Anbieter.
Häufige Fragen
Was bedeutet Liquiditätsplanung?
Die Vorausrechnung, ob ein Betrieb in den nächsten Wochen und Monaten seine Rechnungen bezahlen kann: Kontostand plus erwartete Einzahlungen minus erwartete Auszahlungen, je Woche oder Monat.
Gibt es eine kostenlose Vorlage für den Liquiditätsplan?
Ja, auf dieser Seite gibt es eine kostenlose Liquiditätsplan-Vorlage für Excel mit 13 Wochen, 12 Monaten, Soll-Ist-Vergleich und Härtetest, mit Beispiel oder leer. Sie läuft auch in LibreOffice Calc.
Wie oft sollte man den Liquiditätsplan aktualisieren?
Den 13-Wochen-Plan jede Woche, mit neuem Kontostand und ohne bezahlte Rechnungen; den 12-Monats-Plan jeden Monat nach dem Soll-Ist-Vergleich. In einer angespannten Lage täglich.
Gehört die Umsatzsteuer in den Liquiditätsplan?
Ja. Einzahlungen und Auszahlungen stehen brutto im Plan, und die Umsatzsteuer-Vorauszahlung an das Finanzamt ist eine eigene Auszahlung am 10. Tag nach Ablauf des Voranmeldungszeitraums, mit Dauerfristverlängerung einen Monat später. Kleinunternehmer planen keine Umsatzsteuer ein.
Ist eine Liquiditätsplanung Pflicht?
Eine bestimmte Form ist nicht vorgeschrieben. Geschäftsführer einer GmbH oder UG müssen aber Entwicklungen, die den Fortbestand gefährden, fortlaufend überwachen (§ 1 StaRUG); dafür ist ein Liquiditätsplan das übliche Werkzeug. Banken verlangen ihn oft für Kredite.
Wie hoch sollte die Liquiditätsreserve sein?
Eine feste Regel gibt es nicht. Als Untergrenze bieten sich die festen Zahlungen eines Monats an: Löhne, Sozialabgaben, Miete und Raten. Saisonbetriebe und Betriebe mit wenigen großen Kunden brauchen mehr.
Was ist der Unterschied zwischen Liquiditätsplan und Finanzplan?
Der Finanzplan rechnet ein Vorhaben vor dem Start durch: Kapitalbedarf, Finanzierung, Rentabilität und Liquidität für meist drei Jahre. Der Liquiditätsplan im laufenden Betrieb schaut auf die nächsten Wochen und Monate und arbeitet mit dem echten Kontostand und offenen Rechnungen.
Quellen
- Gesetz Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz, § 1 Krisenfrüherkennung und Krisenmanagement
- Gesetz Insolvenzordnung, § 18 Drohende Zahlungsunfähigkeit
- Gesetz Sozialgesetzbuch IV, § 23 Fälligkeit
- Gesetz Einkommensteuergesetz, § 41a Anmeldung und Abführung der Lohnsteuer
- Gesetz Umsatzsteuergesetz, § 18 Besteuerungsverfahren
- Gesetz Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung, §§ 46 bis 48 Dauerfristverlängerung
- Gesetz Einkommensteuergesetz, §§ 36 und 37 Entstehung und Tilgung, Vorauszahlungen
- Gesetz Gewerbesteuergesetz, § 19 Vorauszahlungen
- Gesetz Grundsteuergesetz, § 28 Fälligkeit
- Gesetz Abgabenordnung, § 222 Stundung
- Gesetz Bürgerliches Gesetzbuch, § 632a Abschlagszahlungen
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arbeitdigital: Liquiditätsplanung. Stand: 02.11.2026. https://arbeitdigital.de/fuehren/finanzen/liquiditaetsplanung/ (abgerufen am 03.11.2026).
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arbeitdigital. (2026, 2. November). Liquiditätsplanung. Abgerufen am 3. November 2026, von https://arbeitdigital.de/fuehren/finanzen/liquiditaetsplanung/
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arbeitdigital (2026) Liquiditätsplanung. Verfügbar unter: https://arbeitdigital.de/fuehren/finanzen/liquiditaetsplanung/ (Zugriff: 3. November 2026).
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