Digitale Technologien

Definition

Digitale Technologien sind Hardware, Software und Netze, mit denen Informationen digital erfasst, verarbeitet, gespeichert und übertragen werden, etwa Cloud, KI oder Internet der Dinge.

Die Digitalisierung hat in den letzten Jahren fast alle Bereiche von Wirtschaft und Gesellschaft verändert. Digitale Technologien prägen, wie Menschen leben, arbeiten und kommunizieren.

Was sind digitale Technologien? Definition

Digitale Technologien sind Computer und andere Hardware, Software, Netze, digitale Speicher und elektronische Geräte, mit denen Informationen in elektronischer Form erfasst, verarbeitet, gespeichert und übertragen werden. Dazu gehören das Internet, Mobiltelefone, soziale Medien, Cloud Computing, künstliche Intelligenz, virtuelle und erweiterte Realität, Big Data und Blockchain.

Welche digitalen Technologien gibt es? Beispiele

Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten digitalen Technologien und wie sie im kleinen Betrieb aussehen. Grundlage aller sind Computer, Software und Netze wie das Internet.

TechnologieWas sie istBeispiel im kleinen Betrieb
Künstliche Intelligenz (KI)Programme, die Aufgaben lösen, für die bisher menschliche Intelligenz nötig war, etwa Texte verstehen, Bilder erkennen, Prognosen erstellenEin Büro lässt eingehende Rechnungen automatisch auslesen und Entwürfe für Antworten an Kunden vorschlagen.
Cloud ComputingRechenleistung, Speicher und Software über das Internet statt auf eigenen ServernBuchhaltung, Kalender und Baustellenfotos liegen in der Cloud, alle sehen denselben Stand.
Internet der Dinge (IoT)Vernetzte Geräte und Maschinen, die über Sensoren Daten sendenEin Kältetechnikbetrieb bekommt eine Meldung, wenn die Kühlzelle eines Kunden zu warm wird.
Big Data und DatenanalyseSammeln und Auswerten großer Datenmengen, um Muster zu erkennenEin Bäcker plant die Backmenge nach Kassendaten, Wochentag und Wetter.
Mobile Geräte und AppsSmartphones und Tablets mit Anwendungen für unterwegsMonteure erfassen Zeiten, Material und Unterschrift des Kunden auf dem Tablet.
BlockchainDezentral gespeicherte, fälschungssichere Aufzeichnung von Daten und TransaktionenIm kleinen Betrieb selten; Anwendungen gibt es etwa bei Herkunftsnachweisen in Lieferketten.
CybersicherheitSchutz von Daten, Geräten und Netzen vor Angriffen und AusfällenZwei-Faktor-Anmeldung, Datensicherung außer Haus, Updates auf allen Geräten.

Als Schlüsseltechnologien gelten vor allem Cloud Computing, Big Data und künstliche Intelligenz. Diese drei nennt auch die EU, wenn sie den digitalen Wandel der Unternehmen misst (siehe unten).

Was digitale Technologien in Unternehmen verändern

Neue Schlüsseltechnologien verändern Abläufe in vielen Branchen, auch im kleinen Betrieb:

  • Automatisierung: KI und Automatisierungstechnik übernehmen viele manuelle Arbeitsschritte; Abläufe werden schneller (siehe auch Digitalisierung und Automatisierung).
  • Bessere Entscheidungen: Mit Datenanalyse lassen sich Markt- und Kundenbedürfnisse genauer erkennen.
  • Dezentralisierung: Blockchain ermöglicht Netze ohne zentrale Stelle oder Mittelsmann.
  • Vernetzung: Das Internet der Dinge verbindet Geräte und Maschinen, sodass Ressourcen und Abläufe besser genutzt werden.
  • Flexibilität: Cloud-Dienste wachsen mit dem Bedarf; Unternehmen können schneller auf Kunden und Märkte reagieren.
  • Neue Geschäftsmodelle: Auf neuen Technologien und Plattformen entstehen neue Geschäftsideen.

Wie viele Unternehmen digitale Technologien nutzen

Etwas mehr als ein Viertel der Unternehmen in Deutschland nutzte 2025 künstliche Intelligenz, gut die Hälfte kostenpflichtige Cloud-Dienste. Je kleiner das Unternehmen, desto seltener:

Anteil der Unternehmen 2025. Quelle: Statistisches Bundesamt, Nutzung von IKT in Unternehmen; Cloud-Werte für Unternehmen mit mindestens 10 Beschäftigten.
Unternehmennutzen KInutzen kostenpflichtige Cloud-Dienste
mit 10 bis 49 Beschäftigten23 %51 %
mit 50 bis 249 Beschäftigten36 %65 %
mit 250 und mehr Beschäftigten57 %86 %
insgesamt26 %54 %

Unternehmen ohne KI nannten als Gründe vor allem fehlendes Wissen (72 %), unklare rechtliche Folgen (62 %) und Bedenken beim Datenschutz (60 %). Die EU hat sich vorgenommen, dass bis 2030 mindestens 75 % der Unternehmen je nach Geschäftstätigkeit Cloud-Dienste, Big Data oder künstliche Intelligenz eingeführt haben (Beschluss (EU) 2022/2481, Art. 4 Abs. 1 Nr. 3). Wo kleine Betriebe kostenlose Hilfe bekommen, steht unter Digitalisierung.

Was heißt das für meinen Betrieb?

Im kleinen Betrieb zeigt sich das oft ganz praktisch: Ein Malerbetrieb nimmt das Aufmaß mit einer Tablet-App und speichert Baustellenfotos in der Cloud, sodass Büro und Baustelle denselben Stand haben. Herausforderungen bleiben Sicherheit und Datenschutz. Wie sich ein Betrieb Schritt für Schritt digitalisiert, zeigt der Leitfaden Digitalisierung.

Häufige Fragen

Welche digitalen Technologien gibt es?

Zu den wichtigsten zählen künstliche Intelligenz, Cloud Computing, das Internet der Dinge, Big Data und Datenanalyse, mobile Geräte und Apps, Blockchain sowie Cybersicherheit. Grundlage aller sind Computer, Software und Netze wie das Internet.

Was ist der Unterschied zwischen digitalen Technologien und Digitalisierung?

Digitale Technologien sind die Mittel, also Hardware, Software und Netze. Digitalisierung ist der Vorgang, bei dem Informationen und Abläufe mit diesen Mitteln in digitale Form gebracht werden, etwa die Rechnung als Datei statt auf Papier. Verändert ein Unternehmen damit sein ganzes Geschäft, spricht man von digitaler Transformation.

Ist künstliche Intelligenz eine digitale Technologie?

Ja. KI besteht aus Software, die auf Daten und Rechenleistung angewiesen ist, und zählt heute zu den wichtigsten digitalen Technologien. Was KI im kleinen Betrieb leisten kann, steht unter KI im Betrieb.

Welche digitale Technologie hat Zukunft?

Eine verlässliche Rangfolge gibt es nicht. Die EU setzt in ihrem Programm für 2030 auf Cloud Computing, Big Data und künstliche Intelligenz. Für einen kleinen Betrieb zählt weniger der Trend als die Frage, welche Technik ein konkretes Problem löst.

Verwandte Begriffe

Quellen

  1. Statistik Nutzung von IKT in UnternehmenErgebnisse 2025: KI, Cloud Computing · Statistisches Bundesamt (Destatis) · abgerufen 21.10.2026
  2. Gesetz Beschluss (EU) 2022/2481 über die Aufstellung des Politikprogramms 2030 für die digitale DekadeArt. 4 Abs. 1 Nr. 3 · Europäisches Parlament und Rat der EU · abgerufen 21.10.2026
  3. Fachliteratur Digital Business Strategy: Toward a Next Generation of Insights37 (2), 2013, S. 471–482 · Anandhi Bharadwaj, Omar A. El Sawy, Paul A. Pavlou, N. Venkatraman, MIS Quarterly · Stand 1.6.2013

Aktualisiert am 21.10.2026 · Geprüft am 21.10.2026 · Redaktion arbeitdigital

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